„Alles Große ist einfach. Wiebeckes Welle ist eine geniale (Er)Findung um uns wieder mit der Umwelt zu versöhnen. Meine besonderen Erfahrungen liegen jenseits der verstandesmäßigen Erklärungsversuch.“
Erfolge und Werdegang
In der Hauptschule Gmünd überredeten ihn seine Klassenkameraden zu Sprüngen auf der Jugend-Schanze. Wenig später kam er bei den Gmündner Vereinsmeisterschaften auf das Podest. 1954, bei einem Trainingskurs des Kärntner Schiverbandes, schlug der Jugendliche bereits die gesamte Kärntner Skisprungelite. 1958 gewann Baldur die österreichische Jugendmeisterschaft. 1959 wurde er österreichischer Juniorenmeister. Im Winter 1959/1960 wurde er als damals absolut jüngster Springer Mitglied des Nationalteams. 1963 feierte er den ersten großen Sieg. Er gewann das Springen in St. Moritz. Im Rahmen der Vierschanzentournee gewann er das Springen in Bischofshofen. 1964, bei den Olympischen Spielen in Innsbruck, war er wegen einer Krankheit nicht am Start.
1968 gewann Baldur Preiml bei den Olympischen Spielen in Grenoble die Bronzemedaille auf der Normalschanze. Im ersten Durchgang hatte er noch mit Schanzenrekord geführt. Im zweiten Durchgang nahm er die falsche, langsamere Anlaufspur und gewann mit Ach und Krach noch die Bronzemedaille. Bald darauf trat er von seiner aktiven Karriere zurück. Nach seiner Karriere beendete er sein Sport- und Geschichtestudium erfolgreich.
Lehr- und Trainertätigkeit
Von 1970 bis 1976 arbeitete er als Lehrer am Skigymnasium in Stams. Er unterrichtete im Skigymnasium Geschichte und trainierte die Springergruppe. Karl Schnabl, Rupert Gürtler und Alfred Pungg waren die ersten Skispringer, die im Skigymnasium Stams Aufnahme fanden. In den nächsten Jahren folgten Toni Innauer und Alois Lipburger. Preiml kultivierte als Lehrer die Freude am Sport und machte durch sein eigenes Beispiel klar, dass intellektuelle Auseinandersetzungen, die zu Matura und Studium führen, auch einen Spitzensportler bereichern können.
Preiml beschäftigte sich intensiv mit der Trainingslehre der DDR, die damals im Skisport führend war. Er studierte ihre Methodik, ihre Bewegungslehre und die Bio-Mechanik.
Von 1974 bis 1980 führte er die österreichische Skisprungnationalmannschaft mit modernsten Trainingsmethoden unter besonderer Beachtung mentaler und ernährungswissenschaftlicher Aspekte an die Weltspitze. Die von Preiml trainierten Sportler Toni Innauer, Karl Schnabl, Alois Lipburger, Willi Pürstl, Hubert Neuper und Armin Kogler waren Teil des österreichischen Skisprungwunders der 70er und beginnenden 80er Jahre.
Philosophie
Der Psychologe Oscar Schellbach bildet die Grundlage für Preimls Lebenseinstellung. „Etwas richtig zu machen, bringt Erfolg, etwas falsch zu machen, bringt Misserfolg“, so lautet die einfache Formel aus Schellbachs Buch „Mein Erfolgssystem“. Eine weitere Formel für Preimls Lebensweg: „Größe der Persönlichkeit durch die eigene Kleinheit anstreben“.
Preiml erläuterte die Anwendung dieser beiden Formeln am Beispiel der von ihm betreuten Skispringer. Die Zeit sei damals reif für eine neue Entwicklung gewesen. Wichtig war vor allem die Begeisterung bei der Arbeit, die auf die Mannschaft übertragen werden konnte. Er, Preiml, wollte selbst Olympiasieger werden, konnte dieses Ziel jedoch nicht erreichen. Die eigene Unzulänglichkeit, wie Preiml meint, sei die Antriebsfeder gewesen, die Jungen zu Höchstleistungen anzutreiben. In seiner aktiven Zeit hätte Preiml kein Selbstvertrauen gehabt, jedoch die Erkenntnis gewonnen, dass man sich dieses aneignen könne.
Ein wesentlicher Aspekt sowohl für die Erfolgsgeschichte der Skispringer, als auch für seine spätere Tätigkeit, sei der Aspekt der richtigen Ernährung gewesen. Preiml hat selbst ausprobiert, was seinem Körper an Ernährung gut tut und empfiehlt diesen Weg auch allen anderen.